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Sprache, Magie und sozialer Affekt: Überlegungen zu einer indigenen Traumdeutung

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Article de revueWaibel, Tom. Sprache, Magie und sozialer Affekt: Überlegungen zu einer indigenen Traumdeutung.  / Lengua, magia y afecto social: Refexiones acerca de la interpretación de un sueño indigena In  Handlungsmacht, Ausdruck, Affekt: Zum Bedeutungswandel affektiver Aussageformen in Lateinamerika  / Agenciamiento, Expresión, Afecto: La resignificación de enunciados afectivos en Latinoamérica Atención! Jahrbuch des Österreichischen Lateinamerika-Instituts, 2013 vol. 16 p. 43-57. Mots-clés:
Amérique Latine
Culture | Philosophie

Résumé :

Es geht darum, die Möglichkeiten einer praktischen indigenen Erkenntnistheorie am Beispiel von Träumen zu untersuchen: Ausgehend von der Frage nach dem Glauben an die Macht der Worte werden zunächst einige Schwierigkeiten der Freud’schen Konzeption der Traumdeutung als der Auflösung eines geträumten Bilderrätsels skizziert. Hier soll die suggestive Macht der Bilder durch eine magische Kraft der Worte ersetzt werden, um die Träume als einen Raum zur Offenbarung von Sinn zu begreifen. Das legt eine Überprüfung des ethnologischen Verständnisses der Magie nahe, in dem diese als ein gesellschaftliches Unter- nehmen zum Vollzug eines sozialen Begehrens begriffen wird. Damit verschiebt sich der Akzent der Analyse hin zu einer grundlegend sozialen Verfasstheit der sprachlichen Praxis . Abstrakt gesprochen konstituiert diese Praxis eine symbolische Ordnung, deren Aufgabe es ist, den unterschiedlichsten kollektiven und individuellen Sinnansprüchen eine tragfähige Struktur zu bieten. Kultur könnte demnach als jene Anstrengung begriffen werden, die zur Semiotisierung einer gesellschaftlich verbindlichen Realität erforderlich ist.

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